Fakten
Die Fakten
Alkohol entsteht auf natürliche Weise. Doch wie viele andere natürliche Stoffe wirkt sich der Konsum von Alkohol auf den Körper aus – genauer gesagt, auf das zentrale Nervensystem, welches Motorik, Wahrnehmung und Verhalten steuert. Manche Menschen werden nach dem Genuss von Alkohol fröhlich, andere ruhig, andere wiederum traurig. Doch wenn sie zu viel trinken, geht es ihnen allen gleich: sehr schlecht.
Alkohol entsteht durch Fermentation bzw. Gärung des natürlichen Zuckers in Getreide, Früchten oder Gemüse. Die Menge an Alkohol in den verschiedenen Getränken variiert. Bei den meisten Bieren liegt der Wert um die 5%, Wein enthält ca. 12% und Spirituosen bis zu 40%.
Alkohol sollte in jedem Fall maßvoll getrunken werden, da er das zentrale Nervensystem beeinflusst, das für lebenswichtige Funktionen wie Atmung, Blutzirkulation oder Verdauung zuständig ist. Ebenso beeinträchtigt Alkohol den Informationsfluss zum und im Gehirn, was sich durch Wahrnehmungsstörungen bemerkbar macht.
Bedingt durch seine Entstehung, ist Alkohol reich an Kohlenhydraten. Die Menge an Kalorien, die man beim Alkoholkonsum zu sich nimmt, wird allerdings oft falsch eingeschätzt – tatsächlich ist bei moderatem Konsum von Bier keine Gewichtszunahme zu befürchten.
Brennwerte verschiedener Getränke in kcal (pro 100 g):
Getränk | kcal |
|---|---|
Whiskey | 245 |
Rotwein | 82 |
Weißwein | 70 |
Alkoholische Mischgetränke | 65 |
Milch | 63 |
Bier | 42 |
Orangensaft | 39 |
Softdrinks | 39 |
Quelle: Netherlands Nutrition Centre
Bier besteht aus natürlichen Inhaltsstoffen und liefert dem Körper wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Maßvoll genossen, kann Bier auf den Körper durchaus positive Wirkungen haben. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen haben Menschen über 40, die Bier moderat konsumieren, ein geringeres Risiko, einen Herzinfarkt bzw. Herzerkrankungen zu erleiden als Nichttrinker und schwere Trinker. Außerdem belegen Studien, dass maßvoller Bierkonsum das Risiko von Demenzerkrankungen und die Anfälligkeit für Diabetes II senkt. Auf der anderen Seite deuten wissenschaftliche Studien darauf hin, dass der Konsum von Bier das Brustkrebsrisiko erhöht - insbesondere bei Frauen mit einer genetischen Veranlagung oder solchen, die sich einer Hormonersatztherapie unterziehen.
Wie wirkt Alkohol im Körper?
Alkohol wirkt auf das zentrale Nervensystem entspannend bzw. bei zu starkem Konsum irritierend. Die Entspannung kann sich auf verschiedene Weise zeigen: Manche Menschen werden glücklich, andere traurig, manche gelassen, andere aggressiv. Die Irritation des zentralen Nervensystems ist besser bekannt unter dem Begriff "Kater". Kopfschmerzen, Übelkeit, Kreislaufschwäche und Verstimmungen sind die bekanntesten negativen Auswirkungen von zu starkem Alkoholkonsum. Wie ausgeprägt diese sind, wird von den Trinkgewohnheiten, vom Geschlecht, Körpergewicht und auch von zuvor gegessenen Speisen beeinflusst.
Alkohol setzt das Reaktionsvermögen herab, schwächt die Koordination und stört die Wahrnehmung. Zudem kann es zu Gedächtnisverlust oder Blackouts kommen. Deshalb sollte man niemals unter Alkoholeinfluss Fahrzeuge lenken oder irgendeine andere Aktivität ausführen, die Gleichgewicht und Koordination erfordert.
Ein Großteil des konsumierten Alkohols wird von der Leber in Kohlendioxid und Wasser zerlegt. Nach nur einem einzigen Getränk kann es bis zu drei Stunden dauern, bis der Körper den Alkohol vollständig abgebaut hat.
Alkoholkonsum kann den Blutdruck erhöhen, den Herzschlag beschleunigen und sogar zu Herzrhythmusstörungen führen. Wer über Jahre zu viel Alkohol trinkt, riskiert eine Verkleinerung des Herzens sowie eine Schädigung der Leber und anderer Organe.
Doch auch nur ein einziges Mal zu viel zu trinken, kann bereits ernste Folgen haben - nämlich eine akute Alkoholvergiftung, die unter Umständen tödlich sein kann.
Wie fühlt man sich nach Alkoholkonsum?
Manche Menschen fühlen sich nach ein paar Drinks entspannt und weniger gehemmt. Andere werden traurig, ängstlich oder sogar aggressiv. Dieselbe Menge Alkohol kann auch physische Beeinträchtigungen bewirken: Es wird dann schwieriger, den eigenen Körper zu kontrollieren, das Reaktionsvermögen wird schlechter, sogar Gehör und Geschmackssinn leiden. Nach mehreren Gläsern werden Verstand und Urteilsvermögen drastisch eingeschränkt.
In diesem Zustand weiterzutrinken, verschlimmert natürlich die negativen Auswirkungen von Alkohol. Die gängigsten Anzeichen: Man wird höchst emotional, ist rot im Gesicht, kann nicht mehr gerade stehen und beginnt zu lallen. In diesem Zustand ist es durchaus möglich, das Bewusstsein zu verlieren. Der nächste Tag bringt dann die klassischen "Katersymptome": trockener Mund, Muskel- und Kopfschmerzen, Übelkeit, depressive Verstimmungen - oft fehlt auch die Erinnerung an den vorigen Abend.
Was so genannte "Katerkuren" betrifft (schwarzer Kaffee, kalte Duschen, Frischluft etc.), so können sie zwar helfen, sich besser zu fühlen - eine Beschleunigung des Alkoholabbaus bewirken sie jedoch nicht. Im Durchschnitt wird pro Stunde etwa 0,1 Gramm Alkohol pro Kilogramm Körpergewicht abgebaut. Das entspricht ca. 0,1 Promille pro Stunde.
Ein Krügel Bier, ein Viertel Wein oder drei kleine Stamperln Schnaps enthalten rund 20 Gramm reinen Alkohol. Ein 80 Kilogramm schwerer Mann benötigt etwa zweieinhalb Stunden, um diese Menge Alkohol abzubauen und auszuscheiden. Eine 60 Kilogramm schwere Frau mehr als drei Stunden.
Regelmäßiges Trinken baut im Körper eine höhere Toleranzschwelle auf - ein Gewöhnungseffekt tritt ein, der dazu verleitet, immer größere Mengen an Alkohol zu sich zu nehmen, um denselben Effekt zu verspüren. Auch Geschlecht, Gewicht und Größe sowie die genetische Veranlagung haben Einfluss darauf, wie man sich nach dem Konsum von Alkohol fühlt.










